Olympus Perspective Playground

Spielplatz für Motivjäger

Annika Damman, m+a - Montag, 17. Dezember 2018    


Wie könnte man besser ein Produkt bewerten und einschätzen als es direkt zu benutzen und zu testen? Erst im Einsatz zeigen sich Vorteile oder – im Zweifelsfall – eben auch Nachteile. Das japanische Unternehmen Olympus, Hersteller von digitalen Kameras, hat schon vor Jahren erkannt, dass es nicht genügt, eine gute Technologie zu entwickeln – man muss sie auch für die Verbraucher erfahrbar machen. Seit 2013 Jahren veranstaltet das Unternehmen den Olympus Playground, eine Kooperative mit bildenden Künstlern, die Installationen gestalten, von denen sich die Besucher mit Leihkameras Erinnerungsfotos machen können – die Speicherkarten mit den Daten können die Teilnehmen anschließend mitnehmen. Der Olympus Playground soll auf spielerische und künstlerische Weise die Bedeutung von Objektiven und optischen Technologien hervorheben. Eine inspirierende Kunstausstellung wird zum Spielplatz der Fotografie und sorgt so für ein unvergleichliches Erlebnis mit den neuesten Systemkameras.

Vor fünf Jahren, damals noch unter dem Namen Photography Playground, fand die Premiere statt: Unter der Leitung der Hamburger Agentur Vitamin E wurden 7.000 Quadratmeter der Berliner Opernwerkstätten in ein faszinierendes Raumexperiment verwandelt. In Zusammenarbeit mit zwölf internationalen Künstlern transformierten sie die Fläche in eine interaktive Ausstellung, einen Spielplatz der visuellen Sinne, den die Besucher durch die Linsen der Kameras entdecken konnten. Die spielerische Inszenierung, deren Aufgabe es war, der Zielgruppe der Creative Class die Olympus OM-D emotional näher zu bringen, war so erfolgreich, dass das Konzept beibehalten wurde. Insgesamt zehn weitere erfolgreichen Photography Playgrounds fanden statt, ehe das Format 2015 weiterentwickelt und als Perspective Playground fortgesetzt wurde – nach wie vor unter der Leitung von Vitamin E. Dabei wurde das Spektrum des Ausstellungskonzepts auf die gesamte Breite der optischen Produkte von Olympus erweitert. Durch die Einbeziehung von Medical Systems und Scientific Solutions trifft Kunst seit dem nicht mehr nur auf Fotografie, sondern auch auf Wissenschaft. Damit ist aus der einst für die Kamerasparte entwickelten interaktiven Kunstausstellung eine sehr erfolgreiche Markenplattform für alle drei Geschäftsbereiche geworden.

Wie sich diese einzigartigen, von Künstlern gestalteten Erlebniswelten in Fotos und Filmen einfach festhalten lassen, konnten jüngst die Besucher der Photokina vom 26. bis 29. September in Köln erleben. Nach sechzehn „Spielplätzen“ mit mehr als 400.000 Besuchern in ganz Europa präsentierte sich der Playground im September erstmalig direkt auf dem Gelände der Leitmesse für die Foto-, Video- und Imaging-Branche. Auf über 2.000 Quadratmetern konnten Foto- und Kunstfans fotografisch neue Welten entdecken. Und das auch noch nach Messeschluss: Bis in die späten Abendstunden war die Kunstinstallation in Halle 1 für die Besucher geöffnet.

 

 

Für die aktuelle Inszenierung im Rahmen der Photokina konnte der japanische Hersteller das britische Künstlerduo Morag Myerscough und Luke Morgan gewinnen. Groß, hell und ganz viel Neon – die zwei Künstler sind weltweit bekannt für ihre großen Gerüststrukturen, die mit geometrischen Mustern und Formen geschmückt sind, und die mit positiven, mit Hand gemalten Botschaften geziert werden. Für den Olympus-Auftritt in Köln entwickelten Myerscough und Morgan die Installation „Super Labyrinth“ – ein buntes Kunstwerk auf mehreren Ebenen. Der aufwendige Schichtaufbau mit seinen geometrischen Mustern und Botschaften auf Sperrholz – das Markenzeichen der Künstler – bot für die Messebesucher zahlreiche Perspektiven. Anleitungen zur Wahl des richtigen Standpunkts und den idealen Kameraeinstellungen halfen den Teilnehmern, den perfekten Schnappschuss zu schießen: etwa bei den großen Schwingschaukeln ganz zu Beginn der Ausstellung. Mit der entsprechenden Langzeitbelichtung gaben die schwingenden Geräte ein beeindruckendes Motiv ab. Spezielle Fotoeffekte ergaben sich ebenfalls im Dunkeln: Wurde das Licht ausgeschaltet, kamen fluoreszierende Farben zum Vorschein – ein neues Setting, das die Besucher und ihre Fotografie-Fähigkeiten herausforderte. Im Zentrum der farbenfrohen Spielstationen platzierte Olympus eine Bühne, auf der Vortragende fachlichen Input rund um das Thema Fotografie lieferten.

„Der Olympus Perspective Playground bot den Photokina-Besuchern ein einzigartiges spielerisches Erlebnis mit unseren neuesten Produkten im Bereich Kompakte Spiegellose Leichtkameras. Besucher hatten die Möglichkeit die aktuelle OM-D und die PEN Serie intensiv zu testen“, beschreibt Shigemi Sugimoto, Head of Imaging Business Unit, den Auftritt im Rahmen der Messe. „Wir möchten nah an unseren Kunden dran sein und ermöglichten ihnen ihrer Kreativität freien Lauf zu lassen. Mit unseren Beratungsangeboten, dem inspirierenden Bühnenprogramm und den Workshop-Angeboten haben wir einen besonderen Mehrwert geboten.“


Related Articles

Showcase Instandhaltung

Die Lebensverlängerung von Maschinen rückt die Zellcheming-Expo mit einem neuen Sonderareal in den Fokus.

Mehr
Bauhaus-Fotografie

Bis zum 10. März 2019 läuft noch die Ausstellung „Bauhaus und die Fotografie – Zum Neuen Sehen in der Gegenwartskunst“ im NRW Forum.

Mehr
Messespezialist Technokom

Peter Gerlach und Achim Pörtner haben zum 1. Januar 2019 den Messe- und Eventspezialisten Technokom in Wuppertal übernommen.

Mehr

Am meisten gelesen

Fibo für Fachbesucher

Das neue Fibo-Programm am Wochenende bietet mehr Service und Angebote für Fachbesucher.

Mehr
Trendshow

Einblick in zukünftige Lebenswelten: Der „Trend Space“ im Rahmen der Heimtextil bot raumgewordene Prognosen für das Interior Design der Zukunf.

Mehr
Galerie: Medientechnologie I

Mithilfe digitaler Werkzeuge können ausstellende Unternehmen Markenwerte, Produktdetails und Informationen am Messestand niedrigschwellig vermitteln.

Mehr

Kategorien und Tags

Design | Praxis | Olympus | Showcase | Fotografie | Erlebnis