Mack Brooks entscheidet sich für Reed Exhibitions

Christiane Appel zum Start des neuen Messejahres: mit einem Kracher!

Christiane Appel - Freitag, 18. Januar 2019    

Christiane Appel zum Start des neuen Messejahres: mit einem Kracher!
Das neue Jahr startete wie das alte endete: mit einem Kracher. Stephen Brooks, Vorsitzender von Mack Brooks, verkaufte sein Unternehmen an Reed Exhibitions, dem Messezweig der Londoner Relx Group. 1965 gegründet, organisiert das in St. Albans/Großbritannien ansässige Unternehmen Mack Brooks heute mehr als 30 B2B-Veranstaltungen für neun Branchen in 14 Ländern. Es sollen sich mehrere Messegesellschaften für das Geschäft des Kollegen interessiert haben, kolportiert werden auch Namen aus Deutschland und Frankreich. Brooks entschied sich für Reed Exhibitions als Käufer, ebenfalls Briten. Reed hat, so könnte man sagen, Nachholbedarf. Konnte das Unternehmen noch vor wenigen Monaten sich selbst als größtes Messeunternehmen der Welt bezeichnen, beschreibt es sich nun  – nach der Fusion von UBM und Informa – als einen der weltweit führenden Veranstalter von Messen mit über 500 Veranstaltungen. Die Übernahme von Mack Brooks bedeutet auch: Der Konzentrationsprozess im internationalen Messegeschäft setzt sich mit deutlicher Geschwindigkeit fort. Die Frage ist: What comes next? Wir werden es bald erfahren, denn auf den Jahrespressekonferenzen der großen deutschen Messegesellschaften wurde diesbezüglich an manchen Orten schon gegackert, aber noch nicht gelegt. Man muss ja auch nicht gleich alles Pulver verschießen. Die Kassen sind teils gut gefüllt und bei dem allerorts geäußerten Vorhaben, mehr Umsatz im Ausland erzielen zu wollen, wird das auch über die Akquisitionsschiene laufen müssen. Die Kollegen in München haben jetzt den Rücken ganz frei – nach einer unglaublichen Leistung. Im Jahr 2010 standen sie noch vor einer Lücke von 130 Millionen Euro. Stadt und Land hatten einen letzten Zuschuss von 50 Millionen Euro gewährt, gerechnet hatten die Messemacher bis 2014 noch mit Zuwendungen in Höhe von etwa 180 Millionen Euro. Über Profitabilität kann man bei ihnen jetzt lernen.
Ansonsten wird, was die Blicke in die Zukunft angeht, eher bescheiden formuliert. Stichworte:  Brexit, Amerika, Weltwirtschaft, Konjunkturaussichten. Die Erwartungshaltung der Messemacher in Zahlen ans eigene Geschäft spricht aber überwiegend eine andere Sprache.
Ein gutes Jahr 2019 wünscht 

 


 

Christiane Appel

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