Inside: She Means Business

Inside: She Means Business

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Am 14. Mai startet die halbtägige Konferenz „She Means Business“ der Imex-Gruppe und der Fachzeitschrift „TW Tagungswirtschaft“ im Rahmen der Imex (15. bis 17. Mai) in Frankfurt. Es geht um Führung, um Vielfalt – und Chancengleichheit. Das neue Angebot ist ein Ergebnis der Befragung „Frauen in der Veranstaltungswirtschaft“ im vergangenen Jahr, die auch der m+a report unterstützt hat. Die Teilnehmerinnen wünschten sich Plattformen für Austausch und Dialog. Dem kommen die Verantwortlichen damit nach. Austausch, Netzwerken und Lernen stehen dort ganz oben auf der Agenda. Die Teilnahme ist kostenlos.

Majorin Nicola Baumann fliegt bei der Bundeswehr den Eurofighter. Sie bewirbt sich für die Kampagne „Die Astronautin“, weil sie 2020 als erste deutsche Frau ins All will. Die Kampfpilotin setzt sich unter 400 Kandidatinnen durch und nimmt mit Insa Thiele-Eich, der zweiten Finalistin, das Training für den Flug auf die Internationale Raumstation auf. Nach sechs Monaten steigt Baumann aus. Dem Spiegel sagt sie. „Die Initiative und ich passen nicht zusammen. Aber es gibt ja zum Glück viele kommerzielle und staatliche Alternativen, und da ich nun schon einmal eine Auswahl bestanden habe und auch das Training bislang sehr gut gelaufen ist, bin ich optimistisch, dass ich den richtigen Weg ins All für mich finden werde.“ Wie die Kölnerin ihr ambitioniertes Ziel verfolgt, schildert sie in ihrer Keynote auf der „She Means Business“ im Kap Europa der Messe Frankfurt. Mit ihr steht Laura Winterling auf der Bühne, die es im Wettbewerb unter die letzten 30 Bewerberinnen geschafft hat.

Die Veranstalterinnen wollen mit der „She Means Business“ Frauen ermutigen, motivieren und inspirieren, ihre (beruflichen) Träume zu verwirklichen. Schließlich haben Frauen noch nicht denselben Zugang zu Bildungs- und Berufsmöglichkeiten wie Männer. Deutlich machen das „Gender Pay Gap“ und die Besetzung  von  Führungspositionen: Die Veranstaltungsindustrie ist weiblich –  die Chefetage ist männlich. Das Programm greift in Vorträgen und Panels, Talks und an runden Tischen Fragestellungen weiblicher Fach- und Führungskräfte auf, betrachtet andere Branchen, stellt erfolgreiche Arbeits- und Lebensmodelle vor und globale Entwicklungen.

Den Blick über den Tellerrand zu Diversität und Gleichbehandlung der Geschlechter geben die Rednerinnen der Session „Women in Business“. Die Vorsitzende des Deutschen Komitees für UN Women Karin Nordmeyer wird aufzeigen, wie die Vision einer geschlechtergleichen Welt zu erreichen ist. Nordmeyer: „Ich spreche auf der ersten „She Means Business“ Konferenz, weil wir keine starken Volkswirtschaften aufbauen können, ohne die volle Teilhabe und das Potenzial von Frauen.” Ihr zur Seite sitzen  Mara Harvey, Head Global UHNW Germany, Austria, Italy bei UBS, Susanne Labonde, Senior Director Global Employer Branding und HR Talent Acquisition bei SAP sowie Isabel  Bardinet, CEO der European Society of Cardiology. In der Session „Women in Events“ berichtet Jeannine Koch, Director der Konferenz Re:publica von Diversität auf der Digitalkonferenz und vom Global Summit of Women 2018 Gastgeberin Lyn Lewis-Smith, CEO Business Events Sydney.

Im Industry Panel diskutieren über Diversität und Frauen in der Tagungsindustrie mit Moderator Sherrif Karamat, CEO der PCMA (Professional Convention Management Association), Nina Freysen-Pretorius, Präsidentin der ICCA (International Congress and Convention Association), Südafrika, Karen Bollinger, Melbourne Convention & Visitors Bureau, Australien, und aus Deutschland Sarah Sigloch, Vice President Human Resources der H-Hotels, und Edgar Hirt, ehemals langjähriger Leiter des CCH (Congress Centrum Hamburg).

Im Vordergrund der neuen Konferenz stehen das Lernen mit- und voneinander sowie das Bilden von Netzwerken. Der Austausch mit männlichen Kollegen, Vorgesetzten und Mitarbeitern ist ausdrücklich gewünscht. Carina Bauer, CEO der IMEX Gruppe, verdeutlicht: „tw tagungswirtschaft und wir rufen die internationale Konferenz ,She Means Business‘ ins Leben, weil wir glauben, dass der Austausch von Geschichten und Gedanken der mächtigste Hebel ist, damit Frauen untereinander und mit Männern ins Gespräch kommen, um sich gemeinsam stark zu machen für Diversität und die Gleichbehandlung der Geschlechter.“

Foto: dfv Mediengruppe / Alexander Paul Englert

Kerstin Wünsch@tw_media
27. April 20187:27

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