Was ist der neue Brand Experience Award?

Was ist der neue Brand Experience Award?

Für mehr Sichtbarkeit und Relevanz

Der Famab-Vorsitzende Jörn Huber drückt es sehr bildhaft aus: „Das Brett, das es zu bohren gilt, ist ein extrem dickes.“ Das Vorhaben, „mal eben“ ein völlig neues Format aus dem Boden zu stampfen, ist enorm ambitioniert. Auch der Plan, das Festival mit der Verleihung der Brand Experience Awards zu krönen, muss jetzt zügig angegangen werden. Huber, unter dessen Führung der Verband seit drei Jahren die Unterzeile „Integrated Brand Experience“ führt, freut sich dennoch auf das neue Festival, das am 15. Januar 2019 in Dortmund erstmals über die Bühne gehen soll. Das abrupte Aus der Famab-Awards habe Aufmerksamkeit erzeugt: Erst auf der Verleihung Ende November 2017 hatte der Verband das Ende der Veranstaltung verkündet.

Die Entscheidung hat auf den ersten Blick nicht allen gefallen, räumt Huber ein, aus einigen Teilen der Mitgliedschaft gab es Kritik, weil sie sich nach 21 Jahren  von „ihrem“ Famab-Award verabschieden mussten. Mit der Initiierung des Brand Experience Festivals soll zurückgewonnen werden, was vielen Awards inzwischen fehlt: Relevanz. „Die Wahrnehmung unserer Leistung muss eine andere werden“, sagt der Vorsitzende des Kommunikationsverbandes, dem die Grundidee des geplanten Festivals extrem wichtig ist. „Trotz aller Verdienste des Famab-Awards müssen wir darauf bedacht sein, die Strahlkraft vor allem in der Breite zu erhöhen und dort noch relevanter zu werden, wo es zählt: in der Wahrnehmung unserer potenziellen Kunden im Markt.“ Es gehe darum, die Marktführerschaft einer ganzen Branche zu stärken und damit gerade auch im Bereich Messebau für die Qualität der deutschen Dienstleister zu werben.

Der Neue, so die Vorstellungen, prämiert  internationale Benchmarks im Bereich Integrated Brand Experience. Dazu gehören vor allem auch die besten Arbeiten in der temporären und permanenten Architektur. Gerade in dieser Disziplin sieht Huber die deutsche Szene international führend. Deshalb sei das Vorhaben mittelfristig international angelegt. Was den reinen Messebau betreffe, werde die Konkurrenz aus Osteuropa immer stärker. „Ich kann nicht bestehen, wenn ich vor diesem Hintergrund immer günstiger werde. Von der Billigkonkurrenz müssen wir uns klar abgrenzen.“ betont Jörn Huber. „Wir stärken damit unseren Standort Deutschland.“

Das Festival soll keine geschlossene Branchenveranstaltung werden – und schon gar keine Verbandsveranstaltung. Ziel ist es, eine moderne Plattform mit Außenwirkung zu schaffen, die stark auf Interaktion, Dialog, Impulse, inhaltliche Mehrwerte und vor allem eine ganz neue Besuchergruppe setzt: potenzielle Auftraggeber. Kontext und Content sind für den Geschäftsführer der Heidelberger Agentur Pro Event Live-Communication (der Famab-Job ist ein Ehrenamt) die beiden Schlagworte, die es mit Leben zu füllen gilt. Das Festival müsse Relevanz bei den Entscheidern im Marketing generieren, der Dialog mit ihnen sei für das Gelingen daher unabdingbar. Das Festival solle stärker auf die Auftraggeber-/Kundenseite zugeschnitten werden. Bewusst habe man sich bei der Namensfindung von Live-Kommunikation verabschiedet. „Brand Experience greift deutlich weiter“, so Huber.

Der Verbandsvorsitzende hat keine falschen Illusionen und weiß: Das ist „ein Haufen Arbeit für alle Beteiligten, funktioniert nicht von heute auf morgen und ist erst recht nicht alleine zu schaffen.“ Aus diesem Wissen heraus hat sich der Famab mit Partnern zusammengetan. Credo: „Von der Branche für die Branche“.

Das erste Brand Ex Festival im Januar 2019 startet mit einem Kongress am Vortag der Erlebnismesse BOE. Auf der Agenda sollen dabei verschiedenste Formate mit interaktiver Ausrichtung wie Keynotes mit anschließender Diskussion stehen, aber auch Workshops und Barcamps. Am Abend werden dann mit dem „Brand Experience Award“ die besten Arbeiten der Branche ausgezeichnet. Und auf das legendäre Feiern braucht auch niemand verzichten. Die After-Award-Party ist gesetzt. „Wir konzentrieren uns zunächst auf den einen Tag im Januar in Dortmund.“ Zunächst. Denn die Verantwortlichen können sich schon jetzt  gut vorstellen, dass ihr internationales Festival wächst: auf zwei Tage.

Foto: Famab / Ben Grna

_ch@expocheck
12. April 201814:26

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